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Naturwissenschaften an der Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke
Die Hauptschule Kirschhecke war im September 2003 eine der Erprobungsschulen des Modellversuchs Naturwissenschaft 5/6. In ihrem integrierten Naturwissenschaftsunterricht (2 Doppelstunden pro Woche) stand eine ganzheitliche Wahrnehmung und handlungsorientierte Erschließung naturwissenschaftlicher Phänomene im Vordergrund. Der Unterricht setzte bei den Alltagserfahrungen der Lernenden an, nutzte deren im Sachunterricht der Grundschule erworbenen Kompetenzen und führte sie systematisch an naturwissenschaftliche Sicht- und Arbeitsweisen heran.
Dabei wurde die bei unseren Kindern anzutreffende Freude am Entdecken und Lernen genutzt und weiter gefördert. Das „Lernen mit Kopf, Hand und Herz“ vollzog sich an „Themen“ wie
„Wie untersucht die Kriminalpolizei Spuren?“
„Wie können wir Salz aus Meerwasser gewinnen?“
„Wie funktioniert mein Auge?“
Die Beantwortung dieser Fragen wurde von den Schülerinnen und Schülern zunächst mit kindlicher Neugierde „erprobt“, dann lernten sie wissenschaftliche Untersuchungsverfahren kennen und - wann immer technisch möglich – zu nutzen. Eigene wissenschaftsorientierte Erklärungen und Präsentationen der Lernenden rundeten die Behandlung der „Themen“ ab. Die Beendigung des Modellversuchs wurde von unserer Schulgemeinde sehr bedauert. Erhalten blieb aber die Stärkung unseres naturwissenschaftlichen Unterrichts. Ein Beispiel dafür ist das Rotationsprinzip in den Jahrgangsstufen 8 + 9.
Das Prinzip
- Die Jahrgänge 8 und 9 sind an der Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke momentan dreizügig angelegt.
- Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8/9 a, b, c werden in fünf Gruppen (Kurse) eingeteilt.
- Jeder Schüler / jede Gruppe nimmt pro Schulhalbjahr an fünf unterschiedlichen NW-Kursen teil.
- zwei Rotationen (zehn NW-Kurse) für jeden Schüler / jede Gruppe pro Schuljahr
- Notengebung am Ende eines jeden Kurses -> Mitarbeit, Heftführung, Lernzielkontrolle
- zwei Fächer pro Halbjahr (Bsp. 2 x Biologie) -> Mitteilung der Note
Die Kurse
- vier Wochenstunden (zwei Doppelstunden)
- ca. drei bis vier Wochen (sechs bis acht Doppelstunden) pro Kurs
- fünf verschiedene Kursthemen werden von fünf LehrerInnen unterrichtet
- Wechsel der Fächer Biologie, Chemie, Physik

